Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Nahrungsmittelallergien und -Unverträglichkeiten

Uns zu ernähren ist nicht nur ein notwendiges Übel, sondern auch mit Genuss und sozialen Interaktionen verbunden. Was passiert jedoch, wenn mein Körper auf alles, was ich esse, mit Magen-Darm-Problemen, Kopfschmerzen und Hautreaktionen reagiert? Wenn der Körper im Chaos versinkt, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch ein Gefühl der Unsicherheit. Zudem stellt sich die Frage, ob eine bedarfsdeckende Ernährung noch möglich ist. Wir sind darin Meister, Reaktionen bis zu einem gewissen Grad zu ignorieren und Symptome auszusitzen. Aber ist das Aussitzen eine gute Strategie? Oder schade ich mir damit nur noch mehr?

Was ist der Unterschied und wie gehe ich damit um?

Nahrungsmittelunverträglich
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ist das Immunsystem nicht beteiligt. Stattdessen sind es andere Faktoren wie ein fehlendes Enzym, Stoffwechselstörungen, Abbaustörungen, Autoimmunerkrankungen, oder andere genetische Faktoren die zu Symptomen führen. Diese betreffen vor allem, aber nicht ausschließlich, den Magen-Darm-Trakt. Eine differenzierte Abklärung ist wichtig, da sich die Symptome ähnlich wie bei einer Allergie sich äußern können.

Symptome können sein:
Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Juckreiz und Hautrötung, Atemnot u.v.m.

Einige der häufigsten Unverträglichkeiten sind:
Laktoseintoleranz
Zöliakie / Glutenunverträglichkeit (Autoimmunerkrankung)
Glutensensitivität (keine Autoimmunerkrankung)
Fruktoseintoleranz
Sorbitintoleranz
Sulfitempfindlichkeit
Nahrungsmittelzusatzstoff-Unverträglichkeit
Histamin-Intoleranz
Histaminose
Mastozytose
MCAS ( Mastzellaktivierungssyndrom)

Bei einer Histamin-Unverträglichkeit handelt es sich ebenfalls nicht um eine Allergie, obwohl die Symptome einer allergischen Reaktion sehr ähnlich sind. Bei der Mastozytose und MCAS kann es jedoch auch zu einer anaphylaktischen Reaktion kommen, da hier eine erhöhte Anzahl von aktiven Mastzellen im Immunsystem vorliegt. Die Entstehung einer unspezifischen (nicht-allergischen) Unverträglichkeitsreaktion ist noch nicht vollständig geklärt.

Nahrungsmittelallergien
Bei einer Nahrungsmittelallergie handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Inhaltsstoffe in der Nahrung. Dabei erkennt das Immunsystem harmlose Proteine in der Nahrung fälschlicherweise als schädlich und löst eine Reihe von Symptomen aus. Etwa 5-8% der Kinder unter fünf Jahren sind davon betroffen, aber die meisten wachsen aus der Allergie heraus. Bei Erwachsenen beträgt die Prävalenz etwa 3-4%.

Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie können ähnlich wie bei einer Unverträglichkeit ausfallen, im schlimmsten Fall kann es jedoch zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Daher ist es wichtig, diese Lebensmittel, einschließlich Spuren davon, zu meiden und gegebenenfalls ein Notfallset immer bei sich zu tragen. Es ist auch ratsam, sein Umfeld darüber zu informieren.

Symptome können sein:
Nesselsucht, Juckreiz, Schwellungen, Erbrechen und Durchfall, bis hin zu anaphylaktischer Reaktion (eine lebensbedrohliche Notfallreaktion)

Die häufigsten Nahrungsmittelallergien sind:
Erdnüsse, Milch, Eier, Schalentiere, Soja und Weizen

Diagnosen und Behandlungen

Um festzustellen, ob es sich um eine Unverträglichkeit oder eine Allergie handelt, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Eine solche Diagnose kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da für eine Differenzialdiagnose möglicherweise eine Überweisung in die Allergologie, Dermatologie oder Gastroenterologie erforderlich ist. Da manche Betroffene mehrere Unverträglichkeiten und/oder Allergien haben können, ist eine genaue Abklärung wichtig. Um einen Verdacht zu bestätigen, können Bluttests, Hauttests, Atemtest und Provokationstests helfen.

Es empfiehlt sich, ein Ernährungs- und Symptomtagebuch zu führen. Eine Eliminationsdiät (Ausschlussdiät) ist erst sinnvoll, wenn geklärt ist, ob mehrere Allergien/Unverträglichkeiten oder andere Erkrankungen vorliegen.

Nach einer Diagnose kann gezielt eine Behandlung wie eine medikamentöse Unterstützung und der Wiederaufbau einer vielfältigen Ernährung ins Auge gefasst werden. Es ist ratsam, dies zusammen mit einem auf Unverträglichkeiten spezialisierten Ernährungsberater durchzuführen.

Triggerfaktoren wie Stress können die Toleranzgrenze beeinflussen und die Symptome verstärken. Eine gesunde Stressbewältigung und regelmäßige Entspannungstechniken sind in diesem Zusammenhang nicht zu unterschätzen.

Wenn jeder Bissen mit Unsicherheit verbunden ist, kann dies zu Vermeidungsverhalten führen. Getrieben vom Wunsch, wieder “normal” essen zu können, stellen Betroffene in ihrer Verzweiflung oft eigene Diagnosen und teilen Lebensmittel in “gut” und “schlecht” ein, was zu anorektischem ähnlichem Verhalten führen kann.

Wenn noch ungewollter Gewichtsverlust auftritt, reagiert das Umfeld oft mit Neid, wie etwa “Ach das müsste mir mal passieren…”. Ebenso gutgemeinte Ratschläge und Unverständnis wie den Essen „das normalste in der Welt“ solche Probleme machen kann, belasten die Betroffenen noch zusätzlich mit Scham.

Fühlte es für dich so an als würde dein Körper das Essen nicht mehr Händeln können? Wird jede Mahlzeit für dich zum Stresstest? Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und die damit verbundenen Spannungsfelder zu erkennen. Gerne unterstütze ich dich dabei. Kontakt & Termine

Frohe Weihnachten – Schwierige Weihnachten

Weihnachten und das Neujahr stehen kurz bevor. Die Zeit, die von Freude, Liebe und Barmherzigkeit geprägt ist. In dieser Zeit wird Besinnlichkeit mit Genuss aller Art auf hohem Niveau zelebriert.

Für die Kinder ist es zweifellos eine magische Zeit, auch wenn sich die Erwachsene manchmal seltsam verhalten. Den alles funkelt und ist mit Glitzer überzogen, es duftet nach frischgebackenen Sachen – einfach herrlich.

In diesen letzten Wochen wird die Grenze der Belastbarkeit allerdings von vielen Menschen bis an das Limit oder darüber hinaus ausgeschöpft. Die Planungen laufen schon seit Wochen und es wird bis zum umfallen gebastelt, eingekauft, gebacken, sich noch kurz in das gewünschte Outfit gehungert usw. Alles ist auf absoluten Perfektionismus ausgerichtet. Die perfekte Dekoration, das perfekte Geschenk, das perfekte Essen, das perfekte Aussehen, die perfekte Harmonie. Gefühle wie Frustration, Enttäuschung, Trauer, Kränkung, Anspannung, Leere, Stress und Ohnmacht schleichen sich in das festliche Gefühl ein.

Nicht Kauen, einfach Schlucken

Aber für Abhilfe ist schon gesorgt. Dank unseren Traditionen des ausgiebigen Essens und Trinkens können wir der Diskrepanz zwischen dem perfekten Anspruch und unserem inneren Widerstand ein Schnippchen schlagen. Die ganze Adventszeit hindurch gibt es genügend Speisen, um uns abzulenken und das unangenehme und belastende Gefühl zu verdrängen, so dass wir diese für den gegenwärtigen Moment Wegessen und Hinunterspülen können.

Alles im Namen des guten Vorsatzes

Im Januar folgt dann nach dem Überfluss die strikte Enthaltsamkeit – dass „Alles oder Nichts“ Prinzip. Wir quälen uns mit der neuesten Diät ab und haben passenderweise zu Weihnachten noch die neueste Fitnessuhr bekommen. In unserer Gesellschaft existiert das Paradoxon, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und unabhängig zu sein und gleichzeitig flexibel und anpassungsfähig zu bleiben. Wie wunderbar, die Spirale kann im neuen Jahr erneut gedreht werden.

Halt – Das muss nicht sein

Es ist nie zu spät im Leben um neue Weg zu gehen, im Umgang mit schwierigen Themen und Situationen. Eine Veränderung, die einen liebevolleren Umgang mit sich selbst einschliesst, ist möglich. Ohne sich mit kostspieligen Techniken, Programmen, Pillen, Spritzen, Verbote und Selbstvorwürfen zu quälen.

Wenn du im neuen Jahr vermeiden möchtest, erneut in die altbekannte Spirale zu geraten, stehe ich dir gerne zur Seite. Es spielt keine Rolle, ob es um das Thema Ernährung, Trinken oder familiäre Werte und Normen geht.

Wie Lore Perls bereits sagte: “Alles was ist, darf sein. Und alles, was sein darf, kann sich verändern.”

 

Ganzheitliche Ernährungspsychologische Gestaltberatung
Für aller Art von Ernährungs,- Stress und Krisenthemantiken

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Die Prägungen unserer Geschmacksvorlieben

“Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht” Dieses altbekannte Sprichwort ist wohl jedem bekannt. Essen ist zwar ein existentielles Bedürfnis des Menschen, aber wie sind unsere Geschmacksvorlieben eigentlich geprägt worden?

Unsere Geschmacksvorlieben für bestimmte Lebensmittel entwickeln sich bereits im Mutterleib. Es wird vermutet, dass das Essverhalten der Mutter während der Schwangerschaft die ersten Präferenzen des Kindes setzen kann. Eine abwechslungsreiche und nahrhafte Ernährung der Mutter kann somit möglicherweise die Vorlieben des Kindes prägen.

Nach der Geburt haben Babys aufgrund ihrer genetischen Präferenzen instinktiv eine Vorliebe für süßen, leicht salzigen und umami-Geschmack. Durch das Stillen erhält das Baby die richtigen Nährstoffe und wird ausreichend versorgt. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen in der Muttermilch sind subtil, wodurch das Baby die verschiedenen Geschmacksnuancen kennen lernt. Möglicherweise erklärt dies, dass gestillte Kinder seltener unter Neophobie (Abneigung gegen neue Speisen) leiden als nicht gestillte Kinder. Gleichzeitig haben sie eine natürliche Abneigung gegenüber dem bitteren und sauren Geschmack.

Evolutionäre, kulturelle, innere und äußere Einflüsse (primäre und sekundäre Bedürfnisse), Lernprozesse und Erziehungsfaktoren beeinflussen schrittweise das Essverhalten eines jeden von uns. Aufgrund dieser Faktoren entfremden wir uns zunehmend von unseren natürlichen und intuitiven Bedürfnissen. Speziell in Bezug auf externe Reize wie festgelegte Essenszeiten, Portions- und Verpackungsgrössen sowie das verfügbare Angebot führt dies oft dazu, dass trotz fehlendem Hungergefühl gegessen wird.

Esse will gelernt sein
Im Faktor Lernprozesse imitieren Kinder das Essverhalten ihrer Bezugspersonen, was das bedeutendste Lernprinzip darstellt. Die Erziehung, die Essen als Verbote, Belohnung oder Beruhigungsmittel nutzt, prägt uns massgeblich. Hier sind vor allem süsse Speisen klassische Beispiele. Je rigider der Umgang mit Süssigkeiten gehandhabt wird, desto stärker ist das Verlangen nach Zucker.

Die ersten drei Lebensjahre von uns Menschen sind entscheidend für die Prägung des Essverhaltens und bestimmen damit das spätere Ernährungsmuster. Da wir jedoch nie auslernen, kann jeder sein intuitives Gefühl für das Essen wiederentdecken und somit seine Ernährungsmuster erkennen und verändern oder ablegen.

In der Schweiz sind gemäss BAG 15 % der Kinder von Übergewicht oder Adipositas betroffen. Bei den Erwachsenen sind es 42 %, wobei 11 % adipös sind.

Eine Ernährungspsychologische Beratung kann dir dabei helfen, dein Essverhalten zu verändern oder zu verbessern und auch für eine entspanntere Atmosphäre am Familientisch zu sorgen. KontaktTermin

Setzling Ernährungspsychologische Beratung und Stress Beratung

Warum essen wir? Natürlich, um Nahrung zu uns zu nehmen, damit unser Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird und wir dadurch überleben können. Ist es so einfach? Nein, so wie das Leben nicht in schwarz oder weiß eingeteilt werden kann, ist es beim Essen auch nicht nur ein reiner physiologischer Vorgang. Neben dem physiologischen Hunger gibt es auch den emotionalen Hunger. Essen bei Frust/Lust, als Trost, in Gesellschaft, aus Tradition oder als Ablenkung usw.

Ebenso scheint es, dass der Hunger an sich eine direkte Effektwirkung auf die Psyche hat. Die Vermutung dazu ist, dass Hunger und Emotionen ähnlichen Prozessen im Gehirn unterliegen. Zum Beispiel schüttet der Körper Botenstoffe aus, wenn der Blutzuckerspiegel niedrig ist. Diese Botenstoffe beeinflussen unsere Gefühle wie etwa das Stresshormon Kortisol. Hier zeigt sich die enge Verbindung im emotionalen und rational gelenkten Essverhalten zwischen unserer Ernährung und dem Leib (im phänomenologischen Sinn). Essen ist somit auch immer ein Spiegel unserer Seele – Ausdruck unserer Emotionen. Wir können also aus verschiedenen Gründen “hungrig” sein und die Nahrung nährt uns in vielerlei Hinsichten.

Was ist Emotionales Essen?
In den Momenten, in denen du etwas isst, obwohl du keinen Hunger verspürst. Das können zum Beispiel Momente der Trauer, Wut, Langeweile oder Freude sein. Oder es ist dir gar nicht bewusst warum oder dass du überhaupt gerade etwas gegessen hast. Bei einigen wiederum können solche Situationen wortwörtlich auf den Magen schlagen und sie essen nichts mehr. Emotionales Essen kennt sicher jeder in gewissen Situationen. Wenn aber diese Strategie wiederkehrend und über einen längeren Zeitraum andauert, dann ist das problematisch.

Nur was ist das denn, wenn das kein Hunger im eigentlichen Sinn ist?
Das Phänomen emotionales Essen ist eine Bewältigungsstrategie bei emotionalen Belastungen wie stressigen, überfordernden und/oder emotionalen Herausforderungen. Hierbei wird über das Essverhalten unbewusst versucht eine vorübergehende Besserung/Entspannung herbeizuführen. Der Griff zum schnellen und ungesunden Essen bringt eine kurze aber doch trügerische Erleichterung.

So wird Essen als Regelung der Emotionen benutzt, was zu einem Teufelskreis führt. Und zu allem Übel kommt noch das schlechte Gewissen und Scham dazu, was die Situation und das Leiden noch schwerer macht. Körper und Seele sowie der soziale Raum sind dadurch in ständiger Anspannung bis hin zu extremer Einengung. Dieser Ausdruck der schöpferischen Anpassung in solchen akuten Momenten, die für unser Inneres als eine sinnvolle Strategie erscheint und auch irgendwie gut tut, ist langfristig gefährlich. Denn so läuft man Gefahr, dass dadurch nicht nur die körperliche sondern auch die psychische Gesundheit Schaden nimmt.

Ist das schon eine Essstörung?
Emotionales Essen ist keine eigenständige Essstörung, sondern eine Form von gestörtem Essverhalten. Es kann aber auch ein Symptom von Essstörungen wie der Binge-Eating-Störung oder der Bulimie sein. Eine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, die durch ein gestörtes Essverhalten und eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers gekennzeichnet ist. Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Störung haben oft schwerwiegende Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit und erfordern eine professionelle Behandlung.

Hingegen bezieht sich gestörtes Essverhalten auf ein ungesundes Essverhalten, das nicht unbedingt zu einer Essstörung führen muss. Dazu gehören zum Beispiel emotionales Essen, übermäßiges Essen oder unregelmäßiges Essen. Ein gestörtes Essverhalten kann zu Gewichtszunahme, Fehl-/Mangelernährung, schlechter körperlicher und/oder psychischer Gesundheit und zu einem erhöhten Risiko für Essstörungen führen.

Was machen bei Emotionalem Essen?
Wenn eine Person zum emotionalem Essen neigt, ist es wichtig alternative Möglichkeiten der Bewältigungsstrategie zu finden, um diese Spirale zu durchbrechen. Sei es mit Entspannungsübungen, Sport, Hobbys, Meditationen, Gesprächen mit Freunden/Familie oder Beratung/Therapie. Eine Stressberatung kann dabei unterstützen neue und andere Strategien zu finden.

Zur Lösung von den inneren unbewussten Mustern macht es Sinn, diese in einer Beratung mit einer Fachperson zu tun. Hier ist nicht eine klassische Ernährungsberatung gemeint, sondern eine ernährungspsychologische Beratung oder psychologische Beratung. Um diesen Ausdruck der schöpferischen Anpassung zu würdigen und die symbolische Sprache zu verstehen. Und so Körper und Seele wieder zu einem in Balance zu bringen.

Macht es Sinn mein emotionales Essverhalten zu ändern?
Solche Essverhalten sollten ernst genommen werden. Ein gestörtes Essverhalten sind pathogene Bewältigungsstrategien, die durch individuelle Gegebenheiten entstanden sind. Es kann als Warnsignal verstanden werden und deshalb ist es ratsam professionelle Hilfe aufzusuchen. Um eine mögliche Essstörung zu verhindern oder zu erkennen und behandeln.

Möchtest du deine Bewältigungsstrategien anschauen, verstehen und vielleicht auch ändern? Und so wieder einen liebevolleren Umgang mit dir finden? Ich berate in diesem Themenfeld ganzheitlich und prozessorientiert im Hier und Jetzt.
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Setzling Burnout und Stress Beratung

Burn-out ist mehr als einfach nur Stress, es ist ein Zustand der emotionalen, körperlichen und geistigen Erschöpfung, der durch langfristigen chronischen Stress und Überforderung verursacht wird. Während Stress eine normale Reaktion auf Herausforderungen im Leben sein kann, kann chronischer Stress, der über einen längeren Zeitraum anhält, zu einem Burn-out führen. Resultierend aus frustrierenden Situationen im Beruflichen Umfeld und/oder ein aufreiben zwischen Beruflich und privaten Belastungen.

Was zum Teil manche Fachpersonen auch als Erschöpfungsdepression bezeichnen, wird heute im umgangssprachlichen der  Begriff Burn-out eher gebraucht. Ob es sich hier um zwei verschiedene Krankheitsbilder handelt oder es das gleich ist, ist nicht ganz klar. Da es eine einheitliche Definition bislang noch nicht gibt. Vielleicht auch weil die Grenzen zur einer beginnenden Depression fliessend sein können. Nicht zu verwechseln sind Erschöpfungssymptome mit Chronic Fatigue Syndrom (CFS), welche von einer chronischen Entzündung ausgelöst wird wie bei Krebs, Long-/Post Covid, FSME usw.

Faktoren die zu Burnout führen können
Burn-out kann durch eine Kombination von Faktoren verursacht werden, was von Person zu Person sich unterscheiden kann. Einige spezifische Faktoren, die zu Burn-out beitragen, sind zum Beispiel:

  • Übermäßige Arbeitsbelastung oder Arbeitsdruck
  • Mangelnde Kontrolle über die Arbeit oder das Arbeitsumfeld
  • Konflikte am Arbeitsplatz oder in persönlichen Beziehungen
  • Mangelnde Unterstützung durch Vorgesetzte oder Kollegen
  • Unklare Erwartungen oder Rollen
  • Mangelnde Anerkennung oder Belohnung für die Arbeit
  • Mehrfachbelastung Arbeit/ Familie
  • Persönliche Faktoren wie Perfektionismus, hohe Erwartungen an sich selbst oder mangelnde Selbstfürsorge
  • fehlender Ausgleich und Erholung

Anzeichen und Symptome für Burn-out
Unser Körper spricht meist schon früh mit uns, nur nehmen wir diese Warnhinweise oft nicht wahr oder ernst. Anzeichen für ein drohendes Burn-out können sich sowohl physische als auch psychische zeigen. Anzeichen/ Symptome für ein Burnout können sein:

  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung, leer
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Magen-/ Darmprobleme
  • Muskelverspannungen und Zähneknirschen
  • Gedanken Karussell (meistens nachts)
  • konstantes Gefühl der Überforderung und Hilflosigkeit
  • Depersonalisation, ein Gefühl von sich selbst und der Umgebung getrennt zu sein.
  • Vernachlässigung von Freunde und Familie, Rückzug
  • verändertes Essverhalten
  • vermehrt Konsum von Substanzen wie Alkohol, Tabletten, Drogen

Burn-out ist ein komplexes Phänomen und kann mit einer psychischen Krankheit einher gehen aber es kann nicht mit einer solchen gleichgesetzt werden. Burn-out und Depression haben einige gemeinsame Symptome, wie zum Beispiel Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen. Oder das Gefühl Ausgebrannt zu sein kann sich auch erst aus einer Depression heraus entwickeln. Daher kann es schwierig sein, sie klar voneinander abzugrenzen. Allerdings gibt es auch Unterschiede zwischen Burn-out und Depression. Burn-out ist in der Regel auf berufliche Überlastung und Stress zurückzuführen, während Depression eine psychische Erkrankung ist, die durch eine Kombination von genetischen, biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren verursacht werden kann.

Ein weiterer Unterschied ist, dass Burn-out in der Regel reversibel ist, wenn die Ursachen behoben und angemessene Veränderungen zur Erholung ergriffen werden. Depression hingegen erfordert oft eine professionelle Behandlung und kann nachhaltige Folgen auf das Leben haben. Auch andere Psychische Erkrankungen wie Ess-, Angststörung oder Suchterkrankung können Burn-out ausgelöst oder verstärkt werden. Deshalb sind die Anzeichen von einem Burn-out ein ernstes Problem, das die Lebensqualität beeinträchtigen und langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit mit sich bringen kann. Denn durch die dauerhaft gesteigerte Ausschüttung von den Stresshormonen gibt es Hinweise das auch das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und möglicherweise auch für Krebs höher ist. Es macht Sinn, dass eine genaue Diagnose von einer qualifizierten Fachperson gestellt wird, um eine angemessene Behandlung zu gewährleisten.

Behandlung/ Therapie/ Vorsorge
Es gibt, je nach Schweregrad und Bedürfnisse des Betroffenen, verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung eines Burn-out. Welche die Symptome lindern und die Gesundheit fördern. Behandlungsstrategien können sein:

  • Psychotherapie
  • Psychologische Beratung/ Coaching
  • Stressprogramme, Stressberatung
  • Medikamente, um Symptome wie Angst oder Schlafstörungen zu behandeln
  • Veränderung im Lebensstil (Ernährung, Schlaf, Bewegung)
  • Änderungen am Arbeitsplatz
  • Unterstützung durch Familie und Freunde
  • Entspannungstechniken
  • Atemübungen

Wichtig ist, dass wie bei den Faktoren auch die Behandlung von Burn-out ein individueller Prozess ist. Und dass es keine schnelle Lösung gibt. Es erfordert Zeit, Geduld und Engagement, um sich zu erholen und wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu kommen.

Um erst gar nicht in diese negativen Spiralen zu geraten, ist eine gesunde Selbstfürsorge wichtig. Eine ausgewogene Work-Life-Balance, sowie regelmässige Pausen und Erholung, Ausgleich in anderen Lebensbereichen, klare Kommunikation und Unterstützung am Arbeitsplatz und eine gute und gelebte Bewältigungsstrategien für Stress, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf tragen dazu bei.

Burn-out ist ein schleichender Prozess. Wenn Sie bei sich erste Anzeichen erkennen ist es wichtig, sich bewusst zu werden welche Gedanken- und Verhaltensmuster dazu beitragen. Und welche Stütze Sie brauchen, um wieder in Kraft und Energie zu kommen. Da macht es Sinn eine Beratung aufzusuchen, welche einen geschützten und sicheren Raum bietet. Gerne unterstütze ich Sie dabei. Sie können jetzt gleich ganz unkompliziert per Mail oder Online ein Termin vereinbaren, für ein Unverbindliches Erstgespräch.  KontaktTermin